Linkerrand
Hotel Restaurant Börsenhof-Hornung
Wandern im Biedermeiertal
Wandern

Gauermann Wanderweg
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Die Kulturwanderung beginnt in Scheuchenstein beim Gauermannmuseum und ist ca. 3 km lang.
Gleich nach dem Museum geht es rechts an den Nordausläufern der Hohen Wand (Hochleiten) leicht ansteigend zwischen Wiesen, Wald und Weideflächen entlang.

(1) Der Blick gleitet von dort über die Pfarrkirche von Scheuchenstein (12. Jhdt.) hinüber nach Frohnberg, den Kitzberg, die Dürre Wand und den Öhler bis zum Schneenberg, der im Westen das Panorama abschließt.
Hangseitig folgen dann die Westausläufer der Hohen Wand, das G'länd, Rastberg, Plakles, die Kleine Kanzel und das Waldegger Haus, um schließlich den Rundblick im Osten mit den Balbersteinen und der Mandling zu beenden.

(2) Die Wiesen und Weiden entlang des Wanderweges und im Bereich der diversen Rastplätze sind blumenübersät und weisen noch eine große Anzahl seltener Pflanzen auf (Türkenbund, Feuerlilien, verschiedene Orchideen wie Knabenkräuter, Fliegenragwurz, Waldvöglein, (3) sowie das Naturschutzfleckchen mit seinen Wollgräsern, Silberdisteln, Akeleien und anderen).

(4) Noch einige riesige alte Eichen, in deren Schatten wahrscheinlich schon Gauermann manche Skizzen angefertigt hat und sogar zu einem Gedicht inspiriert wurde, stehen breit und ausladend neben dem Weg; Zeugen längst vergangener Tage.

(5) Ein Platz zum Rasten und Genießen. Es gleitet der aufmerksame Blick über Bäume, Strünke Felsen, Tiere auf der Weide und viele Naturmotive, die wir in den Gemälden von Friedrich Gauermann wiederfinden! Bevor man dann zur Abzweigung Richtung Bundesstraße kommt, gibt es noch hangseitig ein Wildgatter, wo man Mufflone beobachten kann.

(6) Der asphaltierten Straße nach geht's dann talwärts bis zum WeitstückIkreuz, an der alten Straße mit Blick auf das Sägewerk "Zur Postlmühle"; von dort Richtung Osten erreicht man nach ca. 200 m den Börsenhof, wo eine gemütliche Einkehr wärmstens zu empfehlen ist.
Danach zweigt nach wenigen Schritten auf der Bundesstraße rechts der Weg zum Gauermannhof ab, der dann weiterführt bis hinauf nach Scheuchenstein. Im Schatten alter Mostbirnbäume geht es wieder sanft ansteigend zurück zum Ausgangspunkt, wo ein kurzes Verweilen in der alten äußerst interessanten Pfarrkirche und am Grab Friedrich Gauermanns die schöne Wanderung beendet.

Der Kulturverein wünscht Ihnen dazu recht viel Spaß !


 
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Große Miesenbachrundwanderung
(Braune Farbe, reine Wanderzeit zirka 3 Stunden) und Mountainbikeweg
Wir starten an der Hauptstraße am Parkplatz Restaurant Hotel Börsenhof-Hornung (Karte = Nr. 1), rechts am Haus vorbei über die Miesenbachbrücke, danach links abzweigen und immer den asphaltierten Tiefenbachweg entlang, Nach zweitem Haus an dieser Straße erste Schotterstraße rechts hinauf abbiegen bis zum Schwaighofbauern, wo Sie links vorbeimarschieren, den Feldweg hinunter zum Ungerberg und hier weiter die Straße hinunter, bis Sie auf die Frohnbergstraße treffen.
Links weiterwandern und danach die erste Asphaltstraße rechts nehmen (oder Gasthof Eder geradeaus), um bis zur Hauptstraße zu gelangen, Rechts die Hauptstraße entlang, bis Sie bei der ehemaligen Bäckerei Enne links abzweigen auf die asphaltierte Mühlsteigstraße (kurz danach biegt rechts Zufahrt zu Zellinger ab, schöne Aussicht). Nachdem Sie an den beiden Bauernhöfen vorbeigekommen sind, gelangen Sie zu einer Weggabelung mit KapelIe.

Hier wandern Sie rechts weiter zu den anderen Bauernhöfen der Rotte auf der Höhe (schöner Schneehergblick). Sie marschieren die Schotterstraße entlang, die sich schließlich nach links und dann direkt neben den Bauernhöfen vorbei nach rechts wendet (hier links abbiegen auf M23 und M25 Hohe Wand möglich). Sie wandern aber rechts weiter an der Wand entlang zum Hoferbauern in der Klaus (links M25, Anstieg zum Kleine-Kanzel-Haus möglich) und weiter bis zur nächsten Weggabelung (zur Klamm), wo sie links die Straße hinaufmarschieren, vorbei an der Ruine Scbeuchenstein bis hinunter zur Rotte Scheuchenstein (Pfarrkirche; Gasthof Perger; Gauennann-Museum). Bevor Sie zum Museum gelangen, zweigt links eine Straße ab, die Sie an einem Bauernhof und schließlich au einem Wildgehege vorbeiführt. Danach zweigen Sie die erste Asphaltstraße rechts hinunter ab und gelangen zu einem Wegkreuz. Hier wieder rechts, und schon sind Sie wieder beim Parkplatz Restaurant Hotel Börsenhof-Hornung zurück. Viel Spaß.
Kleine Biedermeierwanderung (zirka 3km)
Ausgangspunkt Scheuchenstein oder Gh. Hornung
Von Gasthof Hornung (Karte Nr. 1) neben Bushaltestelle über einen kleinen Weg (M1) zum Gauermannhof und weiter nach Scheuchenstein (Kirche, Gasthof Perger, Gauermannmuseum. Nach dem Museum zweigt rechts eine Straße (schöner Ausblick) ab, die Sie au einem Bauernhof und schließlich an einem Wildgehege vorbeiführt. Danach zweigen Sie die erste Asphaltstraße rechts hinunter ab und gelangen nach kurzer Zeit zu einem Wegkreuz, Hier rechts weiter, und schon sind Sie wieder beim Parkplatz an der Hauptraße.
Große Miesenbach-Bahnwanderung (Reine Wanderzeit zirka 7Stunden)
Die Südbahn entlang Richtung Gutenstein bis Haltestelle Miesenbach, über die Piestingbrücke rechts (rote Markierung 201) durch Sägewerk Zenz etwa eine halbe Stunde bis Waidmannsfeld. Auf Hauptstraße hinunter durch den Ort, beim Sägewerk Lechner rechts entlang der Waidmannsbachstraße und schließlich rot und auch blau markiert links aufwärts. Sie folgen nun dem mit 201 markierten Weitwanderweg (links Abzweigung Frobnberg, Gasthof Eder möglich) bis zur Abzweigung zur Tablerhöhle und schließlich zur Gauermannhütte (Wochenendbewirtschaftung), über den mit 231 markierten Ochsenweg zum Haselbauer. Rechts hinunter zur Asphaltstraße, links entlang hinunter bis zur Abzweigung Wasserfall und weiter zur Hauptstraße, Nun links ein Stück die Hauptstraße entlang bis zum Parkplatz Gasthof Hornung, hier neben Bushaltestelle auf kleinem Weg (MI) hinauf zu Gauermannhof und Scheuchenstein (Kirche, Gasthof Perger, Gauermannmuseum), Nach Museum rechts abbiegen (231 markiert) nach Oed-Grandhäusel) und schließlich zum Rastkreuz. Hier weiter (231 markiert) aof den Plackles (8), zum Kleine·Kanzel·Hans (9), hier weiter
zum Wr.-Neustädter Haus und auf M23 absteigen Richtung Miesenbach-Scheuchenstein, Bei Weggabelung rechts halten entlang ,,Auf der Höhe" bis Kreuzstein, hier weiter (M11, M12) zur Hauptstraße zur Bushaltestelle. Viel Spaß.
 

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Hütten in unserer Region:

Geländehütte
Geländehütte
Urige Schutzhütte mit herrlichem Panoramablick über das südl. Wiener Becken bis in die pannonische Tiefebene. Seehöhe: 1.023m



Kontakt:
Peter Postl, Rastberg 1
2761 Miesenbach
Tel.: 02632/83240, Mobil: 0676/7877358, e-mail: gelaendehuette@gmail.com, www.gelaende.at

Öffnungszeiten: Ostern - Silvester an Wochenenden und Feiertagen außer 1.11. und 25.12. + 26.12.
Sitzplätze: 60 (Gastraum) - 20 (im Freien)
Übernachtung: keine
Einfachste Erreichbarkeit: Ab Puchberg (583m) - Klaus - Ascherhöhe (ca. 2 Std. Gehzeit)
Ab Grünbach (557m) - Sportplatz - Vorauhof - Rastkreuz (ca. 1 Std. Gehzeit)
Ab Miesenbach - Apfelbauer, Scheuchenstein - Rastberg, ca 1,5 Std.

Scheimhitt'n
Scheimhitt'n
Familienbetrieb erbaut 1993 auf 876m Seehöhe. Ideal für Feierlichkeiten jeder Art. Bodenständige Küche vom Schwein, Rind und Wild vom eigenen Bio-Betrieb, hausgemachte Mehlspeisen.


Kontakt: Franz Trinkl
Kaltengberg 9, 2761 Miesenbach
Mobil: 0664/73410336, Hüttentelefon: 0699/11925261, E-Mail: scheimhuette@aon.at

Öffnungszeiten: ganzjährig Mittwoch u. Donnerstag 08.00-16.00 Uhr, Samstag ganztägig, Sonn- u. Feiertag bis 17.00 Uhr, Terrasse Mai - Oktober geöffnet, Juli geschlossen
Sitzplätze: 110 (Gastraum) - 80 (im Freien)
Übernachtung: 31 Betten
Einfachste Erreichbarkeit: Ab Scheuchenstein, Gauermannmuseum - Grandhäusl - Rastberg - Rastkreuz (ca. 1,5 Std. Gehzeit)
Ab Grünbach am Schneeberg, Sportplatz - Vorauhof - Rastkreuz (ca. 1 Std. Gehzeit)
Ab Miesenbach - Kaltenberg - Rastberg - mit dem Auto erreichbar (3,4km - ca. 1 Std. Gehzeit), Grünb. Wasserreservoir ca. 20 min.

Waldegger Haus
Waldeggerhaus
Berggasthof in 1.002m Seehöhe, mit 115-jähriger Familientradition am Hochplateau. Kachelofenromantik und traumhafte Fernsicht bei bodenständiger Küche und hausgemachten Mehlspeisen.


Kontakt: Susanne Apfler
Waldeggerhaus 41, 2724 Hohe Wand
Tel.: 02638/88217, info@waldeggerhaus.at, www.waldeggerhaus.at

Öffnungszeiten: ganzjährig (außer Juli), Donnerstag Ruhetag
Sitzplätze: 100 (Gastraum) - 40 (im Freien)
Übernachtung: 25 Betten
Einfachste Erreichbarkeit: Ab Waldegg (Dürnbach) - Waldegger Große Klause - Waldeggerhaus, blau markiert (ca. 1,5 Std. Gehzeit)
Ab Hohe Wand (Plateau, Dollfuß Bergkirche) - Saugraben, grün, dann blau markiert (ca. 75 Min. Gehzeit)
Ab Mautstelle Hohe Wand-Straße in 7km mit dem Auto erreichbar.

Gauermannhütte
Gauermannhütte
Das ideale Wanderziel in den Gutensteiner Alpen auf 1.154m Seehöhe.





Kontakt:
Gauermannhütte
Tel. 0699/81663022

Öffnungszeiten: Ostern - 26. Oktober am Wochenende u. Feiertag, im Winter geschlossen
Sitzplätze: 50 (Gastraum) - 10 (im Freien)
Übernachtung: 20 Lagerplätze - 3 Betten
Einfachste Erreichbarkeit: Ab Gh. Hornung - Tiefenbachtal, ca. 2 Std.
Ab Bahnhof Miesenbach, ca. 3 Stl.
Ab Parkplatz Gauermannhütte (nahe Gh. Hornung) - "Haselbauer", ca. 1,5 Std.


Schutzhaus Waxeneck
Schutzhaus Waxeneck
Gemütliches Schutzhaus mit ausgezeichneter Küche, herrlicher Schneebergblick, sonnige Lage. Ideal für Herz- und Kreislauf sowie für Senioren - Ebene Spazierwege u. Förenwaldluft genießen. Seehöhe: 785m


Kontakt: Erik Pichl
2763 Pernitz
Tel.: 0650/6940622, www.biedermeiertal.at


Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet, Montag und Dienstag Ruhetag
Sitzplätze: 80 (Gastraum) - 80 (im Freien)
Übernachtung: 10 Lagerplätze - 15 Betten
Einfachste Erreichbarkeit: Ab "Hals-Sattel" - Spazierweg - Waxeneck (ca. 2km - ca. 30 Min. Gehzeit)
Ab Berndorf, Wasserturm (blau markiert) leichte, sanfte Wanderung (ca. 2,5 Std. Gehzeit)
Ab Pottenstein (grün markiert - dann blau) (mündet in den Weg oben)
Ab Feichtenbach - Geyersattel (Rundweg) bequemer Weg (ca. 1 Std. Gehzeit)
Ab Pernitz od. Pottenstein mit dem Auto erreichbar.

Unterberg Schutzhaus
Unterberg Schutzhaus
Kontakt: Manfred Weis
Thal 38
Tel. 02632/74190, e-mail: schutzhaus@unterberg-schutzhaus.at, www.unterberg-schutzhaus.at
Seehöhe: 1.181 m


Öffnungszeiten: ganzjährig (Urlaub v. 2. Novemberwoche - 7. Dezember)
Sitzplätze: 80 (Hütte) - 150 (im Freien)
Übernachtung: 30 Lagerplätze - 12 Betten
Einfachste Erreichbarkeit: Ab Dahtal, ca. 1,5 Std.
Ab Gries, ca. 1,5 Std.
Ab Adamsthal, ca. 2 Std.

Weitere Hütten finden Sie im Berghüttenverzeichnis 2011 (PDF)
Vorbereiten auf die Wanderung:
Wandern
Was ist gesund am Wandern?
Wandern ist ein Ganzkörpersport in der frischen Luft. Das heißt, der gesamte Körper wird beansprucht, im speziellen bei dessen modischer Variante, dem Nordic Walking. Total-Body-Workout heißt das im Neudeutsch. Trainiert wird beim Wandern natürlich vor allem der ganze Bewegungsapparat mit Muskeln, Sehnen und Gelenken. Auch das System Herz-Kreislauf und die Atmung werden belebt. Im Grunde genommen kommen alle inneren Organe in Schwung, die ja die Energie bereitstellen und transportieren, sowie die Abbauprodukte beseitigen müssen. Das Erlebnis der freien Natur und eventuell auch der Geselligkeit während und nach der Wanderung sind Labsal für die Seele.
Aus zahlreichen Studien wissen wir auch, dass sich Ausdauersportarten für alle Organe unseres Körpers positiv auswirken, Krankheiten vorbeugen und bei Erkrankungen die Folgen verringern. So hat zum Beispiel erst unlängst eine Studie nachgewiesen, dass Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, eine doppelt so lange Überlebenszeit haben, wenn sie regelmäßig Sport betreiben. Auch, wenn sie erst nach ihrer Erkrankung damit beginnen.

Wie soll/muss man sich auf die Wandersaison vorbereiten?
Regelmäßige körperliche Aktivität mit Training von Bewegungsapparat und dem Herz-Kreislauf-Atmungs-System, zusammen "Kondition" genannt, sind Grundvoraussetzungen für die Sicherheit beim Wandern. Sehr lustvoll kann es auch sein, in der Literatur schon nach lohnenden Wanderungen Ausschau zu halten. Wenn wir dann los gehen, beginnen wir mit kürzeren und einfacheren Touren. So bauen Sie bereits beim Wandern ihre Kondition auf und schulen Ihre Trittsicherheit, aber auch ihre Orientierungsfähigkeiten. Man lernt das Wetter, das Gelände und die Eigenschaften seiner BegleiterInnen besser einzuschätzen. Gute Vorbereitung umfasst auch das Lernen und Üben: Zum Beispiel das richtige Lesen von Karten und die Verwendung eines Kompasses, die Beurteilung einer Wettersituation, das richtige Verhalten bei einem Unfall inklusive körperlicher und seelischer Erster Hilfe, das richtige Verhalten in den Bergen! Wer sich nicht auskennt, möge sich professionelle Hilfe bei Bergführern oder in alpinen Vereinen holen. Zur guten Vorbereitung gehört aber auch der Kauf und die Pflege von geeigneter Kleidung und Ausrüstung, am besten im Fachgeschäft mit fachmännischer Beratung.

Muss man sich auf eine Wanderung vorbereiten?
Das Studium von Führern und Karten mit der Wahl einer geeigneten Route, Wetterbericht und Hütten-Öffnungszeiten, Liftbetriebszeiten gehören unbedingt dazu. Kenntnis der eigenen Fähigkeiten und die der BegleiteriInnen, die örtliche und zeitliche Planung sind genauso wichtig wie das Bedenken von zeitlichen Sicherheitsreserven. Das Mitführen von Erster Hilfe und (auch wärmendem) Regenschutz, von Essen und vor allem Trinken erscheint mir auch sehr wesentlich. Kompass und Stirnlampe, neuerdings auch GPS und Handy (Notrufnummer der Bergrettung 140, aber auch zur Möglichkeit der eigenen Ortung im Falle eines Falles) sind sollen bei größeren Touren immer mit dabei sein. Und vergessen sie nicht, Ihren Angehörigen, aber auch (Hütten-) Wirten ihre Tagesziele zu nennen!

Welche Verletzungsmuster entstehen hauptsächlich in der Wandersaison? Welche Erfahrungen hat da die Bergrettung ?
Ausrutschen und Stolpern sind die häufigsten Ursachen für einen (Ab-)Sturz beim Wandern. Besonders Ermüdung bis Erschöpfung, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und Unaufmerksamkeit sind die Gründe dafür. Früher sagte man Halbschuhtouristen zu den Wanderern und Bergsteigern, die schlechte Ausrüstung und Ausbildung hatten. Dies trifft heute meist nicht mehr zu, denn die Ausrüstung stimmt. Nur die körperliche und geistige Vorbereitung sowie die Einstellung sind oft mangelhaft. 2041 Einsätze für Wanderer im leichten Gelände verzeichnete da die Bergrettung im Jahr 2009 österreichweit. Recht häufig kommt es auch noch zum Verirren oder Nichtbeachtung äußerer Umstände, wie Einbruch der Dunkelheit oder überrascht werden durch ein Unwetter. In all diesen Fällen zeigt es sich wieder, wie wichtig eine exakte Vorbereitung ist.

Worauf sollte man zuletzt besonders achten?
Obwohl ich selbst gerne ein Bier oder einen Schluck guten Weines schätze, trinke ich auf den Touren selbst keinen Alkohol, da uns bereits die kleinste Menge körperlich und geistig beeinträchtigen kann. Wenn man dann auch noch müde wird, ist die Wahrscheinlichkeit für einen falschen Schritt deutlich erhöht
Wenn man in einer Gruppe unterwegs ist, so gilt als alpine Regel, dass man beisammen bleibt und immer auf den Schwächsten Rücksicht nehmen muss. Wesentlich ist es auch, rechtzeitig Entscheidungen zu treffen: umkehren, einen kürzeren Weg nehmen oder überhaupt verzichten!

Beginnen sie jede Wanderung langsam und achten sie darauf, ihren eigenen Rhythmus zu finden, der Puls und Atmung nicht zu sehr fordert. Es soll möglich sein, mit Überwindung des toten Punktes in eine Art Trance zu kommen, in der Sie innere Ruhe und bessere Belastbarkeit finden.

Überfordern sie Kinder nicht. Plane dabei kurzweilige Wege, verzichte auf Leistung und unbedingte Gipfelziele. Gerade für Kinder ist der Weg das Ziel, und der soll so abwechslungsreich und abenteuerlich wie möglich sein. Auf meinem Symposion "Psyche & Berg" gab es einen aufschlussreichen Vortrag einer Psychologin mit dem Titel: "Wie mir meine Eltern das Bergsteigen verleideten", was man seinen Kindern sicher nicht antun will! Planen sie Wanderungen auch nach Naturschutzgedanken und fahren sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zumindest in Fahrgemeinschaften. Auch sind die entferntesten Ziele nicht immer die lohnendsten!

Was soll ich zum Wandern anziehen ?
Wandern
Turnpatschen - jetzt in Neusprech Crosslaufschuhe - müssen im bergigen Gelände nicht generell verdammenswert sein. Mit Zwiegenähten macht man auch nicht überall gute Figur. Ist der dunkelgrüne Walkjanker nur etwas für Jäger? Was zum Teufel ist das Zwiebelsystem? Jedenfalls auch eine Geruchsfrage.
Was haben wir an alpiner Bekleidung nicht schon alles erlebt: Die Knickerbocker mit den roten Stutzen. Das rot-weiss karierte Hemd und die lila Phase. Jetzt gerade in Mode: die abzippbare Berghose.
In den letzten 20 Jahren hat sich die Berg-Ausrüstung rasant weiterentwickelt. Neue Materialien kamen insbesondere im Bekleidungsbereich auf den Markt. Technische Fasern aus Kunststoff eroberten die Berg-Welt und verdrängten die schafwollenen Socken und das Baumwoll-Leiberl. Sie haben Marken-Namen und bestehen aus Polyester, Poly-Urethan oder Polypropylen. Sie sind auch gemischt mit Wolle oder Baumwolle. Und alle haben sie ihre Vor- und Nachteile. Es gibt Kunststoff-Folien, die Wasserdampf in eine Richtung, aber keinen Wassertropfen in die andere Richtung lassen. Die bekannteste ist GoreTex. Wenden wir uns heute der Beschichtung des Wanderers von innen nach außen zu. Zwiebelsystem. Ist ja schon gesagt worden. Wir bauen unsere Outdoor-Bekleidung auf, wie die Zwiebel. In Schichten, die einzeln, je nach Wetterlage, abgeschält werden können. Von innen nach außen heißt das: Feuchtigkeitstransport, wärmende Schicht, Wetterschutz.

Was darunter?
Im Schweiße ihres Angesichts erklimmen die Wanderer den Gipfel. Und sie schwitzen nicht nur auf der Stirn. Daher ist es notwendig, den Schweiß von der Haut möglichst weg zu transportieren, um nicht das Gefühl von Nässe und Klebrigkeit aufkommen zu lassen. Die Unterwäsche soll sich immer trocken anfühlen. Das hilft gegen Rheuma und Kreuzweh. Es empfiehlt sich, ein Netzleiberl als unterste Schicht, dessen Material selbst kaum Feuchtigkeit aufnimmt. Die Dinger sind aus Kunstfaser, leicht , dünn, nicht immer geruchsfest, manchmal elektrostatisch aufladbar, aber gut auf der Haut zu tragen (probieren!). Nicht jedem kommt jede Kunstfaser gleich angenehm vor. Manche schwören auf feine Wolle, die man auch im feuchten Zustand nahe am Körper tragen kann, ohne dass sie kalt wirkt. Außerdem "duftet" sie nicht sofort.

In der Mitte
Über die Unterwäsche kommt ein Polo oder ein T-Shirt. Kunststoff-Material lässt die Feuchtigkeit weiter durch, Baumwolle oder Wolle saugt den Schweiß auf und hält ihn in dieser Schicht fest (Speichereffekt). Eine individuelle Sache, ob man am Gipfel das feuchte Baumwoll-Shirt gegen ein trockenes wechselt oder sich mit eher teureren Modellen ausstattet. Gegen Kälte helfen Fleece, Windstopper oder Softshell. Das flauschige und extrem leichte Fleece ist der beste Wärmeschutz mit geringstem Gewicht, aber es pfeift der Wind voll durch. Windstopper ist weniger warm, widersteht jedem Sturm und Softshell verträgt sogar eine Zeit lang etwas Regen.

Und außen
Außen drüber kommt der Wetterschutz, von dem die Quadratur des Kreises verlangt wird: Robust soll er sein, weil die Rucksack-Gurte wetzen, Äste und Felsen am Material kratzen. Leicht soll er sein, weil man ihn immer mithaben muss und meistens gar nicht braucht. Regen darf er keinen durchlassen, aber nach außen soll der Schweiß abdampfen können. Hier hat die Bekleidungs-Industrie in den letzten Jahren die größten Fortschritte gemacht. Die US amerikanische Firma Gore ist der Marktführer bei feinen Folien, die Wasserdampf in einer Richtung durchlassen, aber Wasser-Moleküle in der anderen Richtung aussperren. Ideal, könnte man meinen: Du schwitzt deinen Dampf hinaus, aber der Regen kann nicht herein. Theoretisch ist das auch so. Leider schwitzen wir meistens mehr, als die Folie transportieren kann. Ist sie besonders fein, kann sie mehr Feuchtigkeit transportieren, reagiert jedoch sehr empfindlich auf mechanische Belastungen. Wird sie durch eine weitere Schicht in der Jacke geschützt (Netzfutter oder Verarbeitung als dreischichtiges Laminat) wird das Teil schwer und/oder bockig. Bei Wetterschutz-Jacken ist es wichtig darauf zu achten, dass alle Nähte wasserdicht getaped wurden. Im Schulterbereich sollte ein Abrieb-Schutz verarbeitet sein. Alte Bergfüchse haben trotz GoreTex-Jacke bei Mistwetter immer noch den Regenschirm bei der Hand. An stürmischen Tagen hilft der halt auch nichts, aber wir sind ohnehin nicht aus Zucker.

Wandern mit Kindern
Wandern

Der Gipfel ist wurscht! Wie Wanderungen mit Kindern auch Erwachsenen Spaß machen

Wer mit Kindern auf Wanderschaft geht, wird sich intensiv mit ihrem Erleben auseinandersetzen (müssen). Und damit die Familientour auch zum gewünschten positiven Erlebnis wird, gilt es für Erwachsene einige Besonderheiten zu beachten.


Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!
Es macht Kindern keinen Spaß, ausschließlich Ausdauerleistung zu erbringen. Gipfelsieg und tolle Fernsicht nach dreistündigen Bergaufschinder sind hier nicht das Kriterium. Mit Freunden und Freundinnen einen schmalen Pfad suchen. Ein Mäusehaus in der Wiese bauen, eine Futterkrippe für die Tiere des Waldes errichten, ein Bächlein an heißen Sommertagen bearbeiten, lustige Kletterei ohne langen Anstiegshatscher erleben, einen Spielplatz vor der Hütte haben, das Kuscheltier im eigenen Rucksack (und sonst nichts!) zu tragen. Das ist es, was ihr Kind mag!

Was sein muss
Eine vertraute Bezugsperson muss immer dabei sein, wenn Kinder unterwegs sind. Genauso brauchen sie genug zu Essen und zu Trinken. Viele Rast- und Trinkpausen einlegen. Kinder sollten aus eigener Motivation auch einmal als erste am Ziel ankommen oder den Rastplatz bestimmen. Dort angekommen, müssen sich die Eltern sicher sein, dass Anordnungen, zum Beispiel die Hütten-umgebung nicht zu verlassen, nur bis zum Bach voraus zu laufen, oder auf dem Weg zu bleiben, zuverlässig befolgt werden. Kinder-Unternehmungen brauchen ihre Zeit, also planen sie großzügig!


Was tun im Notfall beim Wandern ?
Wandern
Kleine Wehwehchen auf der Wandertour kann man leicht selbst behandeln. Wirkliche Probleme kann oft nur ein Notruf 140 an die Bergrettung lösen. Wie geht das? Das wichtigste Rettungsgerät des Wanderers ist heute ein Mobiltelefon! Einerlei ob verirrt oder verletzt, mit einem Notruf "140" kann in den meisten Fällen professionelle Hilfe herbeigeholt werden. 30 Bergrettungs-Ortsstellen und drei ÖAMTC-Notarzthubschrauber (Wiener Neustadt, Krems und Ybbsitz) stehen in Niederösterreich parat, um Hilfesuchenden aus der Klemme zu helfen. Sind Sie in Not geraten, greifen Sie zum Handy und rufen Sie "140". Haben sie kein eigenes Handy-Netz zur Verfügung, dann setzen sie ihren Notruf über "112" ab, indem sie diese Nummer anstelle ihres Pin-Codes eingeben oder die Sim-Karte überhaupt herausnehmen (geräte- und betreiberabhängig). Die Erfahrung zeigt: Es hilft, vom Notfall-Ort nach oben zu steigen, um in ein Handynetz zu kommen.

Die Verbindung steht: Was nun?
Versuchen sie ruhig zu bleiben, wenn sich die Einsatz-Stelle meldet. Der Disponent wird sie befragen:

Wo geschah es? Genaue Angaben zum Ort. Schilderung der Wetter-Situation (Hubschrauber-Bergung, Notarzt-Einsatz)

Was geschah? Beschreibung des Unfalles. Auch Zeitangabe.

Wie viele Verletzte? Zahl angeben.

Welche Art von Verletzungen? Besonders lebensbedrohende Zustände schildern.

Wer meldet den Unfall? Eigenen Namen und Rückruf-Möglichkeit angeben.

Die richtige Notfall-Ausrüstung
Die Ausrüstung spielt im Notfall auch eine große Rolle. Was sollte im Rucksack des Wanderers sein? Ein Biwaksack und ein kleines Stück Iso-Matte. Verbandszeug ( Schnellverband mit Wundauflage, Gewebetape, Pflaster, Dreiecktuch und Rettungsfolie), Sonnenschutz, Feuerzeug, LED-Stirnlampe und ein Stück Schnur. Vergessen Sie bitte nicht, dass eine Bergung abseits öffentlicher Wege von der Krankenkasse nicht bezahlt wird! Eine Mitgliedschaft bei alpinen Vereinen oder ein Förderbeitrag bei der Bergrettung erspart ihnen unangenehme Überraschungen nach einem Notfall.
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